Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Seh- und Hörbehinderung
- Wer ist sehbehindert?
- Wer ist taubblind?
- Wie viele blinde Menschen gibt es in der Schweiz?
- Wie viele taubblinde Menschen gibt es in der Schweiz?
- Was heisst taubblind genau?
- Welches sind die häufigsten Ursachen einer Sehbehinderung?
Sehbehindertenwesen
- Wer kann Mitglied des SBV werden?
- Weshalb gibt es so viele verschiedene Blindenorganisationen?
- Was ist der Unterschied zwischen Blindenverband, Blindenbund und Zentralverein für das Blindenwesen?
Blindenschrift
- Wann und von wem wurde die Blindenschrift erfunden?
- Wo können sehende Personen die Blindenschrift lernen?
Leben mit einer Sehbehinderung
- Sind bei blinden Menschen die anderen Sinne besser entwickelt?
- Was ist schlimmer: blind sein oder taub?
- Wie finden Blinde mit dem Langstock den richtigen Weg?
- Schauen blinde Personen auch fern?
- Was haben blinde Menschen von Kino und Theater?
- Warum gehen blinde Menschen auf Reisen? - Sie sehen doch nichts!
- Wie stellen sich geburtsblinde Menschen die Farben vor?
- Wie träumen geburtsblinde Menschen?
- Darf man gegenüber einer blinden Person von "sehen" reden?
- Wie können blinde Menschen einen Computer bedienen?
- Frage eines Postboten: Ist die Unterschrift einer blinden Person bei der Übergabe von Bargeld rechtsgültig?
Blindenführhund
- Wie weiss ein Blindenführhund, ob die Ampel auf Rot steht oder auf Grün?
- Wie viel kostet ein Blindenführhund?
- Wie kommunizieren blinde Personen mit ihrem Führhund?
- Weshalb haben nicht alle blinden Menschen einen Blindenführhund?
- Wie verhalte ich mich gegenüber einem Blindenführhund?
- Darf ein/-e Taxifahrer/-in den Transport eines Blindenführhundes ablehnen?
- Welche Ausweise sind beim Grenzübertritt eines Blindenführhundes aus dem Ausland erforderlich?
Wer ist sehbehindert?
Eine Person ist sehbehindert, wenn sie normalen Zeitungsdruck auch mit einer Lesebrille oder Kontaktlinsen nicht mehr lesen kann. Im Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit der IV sind die Werte für den zentralen Visus und die Gesichtsfeldeinschränkung für eine hochgradige Sehschwäche definiert. Für die Weltgesundheitsorganisation WHO gilt als blind, wer 5 Prozent oder weniger sieht (Visus kleiner = 0,05).
Ausschlaggebend für Leistungen der IV sind Arztzeugnisse und Berichte von Low Vision-Spezialisten, die über Diagnose, Visus, Gesichtsfeldeinschränkungen, Kontrastsehen, Lichtempfindlichkeit usw. Auskunft geben.
Wer ist taubblind?
Eine Person ist taubblind, wenn der Hörsinn und der Sehsinn gleichzeitig hochgradig geschädigt sind. Eine hochgradige Schädigung des Sehsinns liegt vor, wenn trotz aller chirurgischen, medikamentösen, optischen Korrekturen das Sehvermögen so stark eingeschränkt ist, dass alltägliche Handlungen permanent beeinträchtigt sind (z.B. Zeitung lesen, einen Weg zurücklegen, kochen usw.).
Eine hochgradige Schädigung des Hörsinns liegt vor, wenn ein Gespräch trotz gut eingestellter Hörhilfen in einer normalen Geräuschkulisse stark erschwert ist (z.B. Restaurant, Bahnhof).
Die Bezeichnung „Taubblindheit“ wird als Oberbegriff verwendet, sowohl für Fälle, bei denen ein vollständiger Ausfall des Sehens und des Hörens vorliegt, als auch für Fälle der "Hörsehbehinderung", bei denen ein Seh- und/oder Hörrest vorliegt und genutzt werden kann. Eine „Hörsehbehinderung“ tritt dabei weitaus häufiger auf.
Es gibt somit ganz verschiedene Formen von Taubblindheit: blind und schwerhörig, sehbehindert und gehörlos, sehbehindert und schwerhörig, blind und gehörlos. In ungünstigen Situationen (z.B. schlechtes Licht, bei Strassenlärm usw.) kann ein noch vorhandener Seh- oder Hörrest meistens nicht mehr eingesetzt werden, womit hörsehbehinderte Menschen dann funktional „taub und blind“ sind.
In Bezug auf die Folgen einer „Hörsehbehinderung“ ist es sehr wichtig, wann im Leben das Seh- und Hörvermögen ausfallen (bei Geburt, in der Kindheit, im Erwachsenenalter oder im hohen Alter). Die Chancen der Betroffenen im Alltag, in der Schulung, am Arbeitsplatz usw. hängen direkt davon ab.
Wie viele blinde Menschen gibt es in der Schweiz?
Es gibt zurzeit noch keine Statistik über die Häufigkeit bestimmter Behinderungen.
Der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen geht von etwa 80‘000 bis 100‘000 sehbehinderten Personen aus (Annahme eines prozentualen Anteils an der Gesamtbevölkerung).
Die Zahl der von den Sehbehindertenorganisationen betreuten Personen dürfte zwischen 10‘000 und 20‘000 liegen. Davon sind etwa zehn Prozent blind.
Laut einer Studie der Universität St. Gallen sind die meisten visuell eingeschränkten Personen über 44 Jahre alt. Gemäss internen Erhebungen im Sehbehindertenwesen sind acht bis zehn Prozent aller Sehbehinderten über 74 Jahre alt.
Statistik des Bundesamtes für Statistik
Wie viele taubblinde Menschen gibt es in der Schweiz?
Dank Studien aus anderen europäischen Ländern weiss man, dass etwa 18 von 100'000 Personen taubblind sind. Das bedeutet, dass in der Schweiz circa 1'300 taubblinde Menschen leben. Höchstwahrscheinlich gibt es im hohen Alter noch zusätzliche Fälle, was dazu führt, dass der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen (SZB) von circa 2'000 betroffenen Personen ausgeht.
Was heisst taubblind genau?
Taubblinde Menschen haben im alltäglichen Leben schwerwiegende Folgen der doppelten Sinnesbehinderung zu erleiden und zu meistern. Sie sind damit konfrontiert, dass sie die durch die Blindheit fehlenden Informationen nicht über das Gehör kompensieren können (Blinde Menschen behelfen sich in vielen Situationen mit einem genaueren Hinhören). Und die Informationen, die gehörlose Menschen über das Sehen erhalten, sind ihnen natürlich auch nicht zugänglich. So können sie kaum oder nicht von den Lippen ablesen und auch die übliche Gebärdensprache der Gehörlosen ist nicht lesbar.
Aufgrund der doppelten Sinnesbehinderung entstehen für taubblinde Menschen drei typische Schwierigkeiten:
- Die Orientierungsschwierigkeit ist sehr ausgeprägt
- Die zwischenmenschliche Kommunikation ist stark eingeschränkt
- Der Zugang zu Informationen (Wissen über Vorgänge im näheren und weiteren Umfeld, Bildung, Ereignisse usw.) ist stark erschwert.
Diese drei Schwierigkeiten sind charakteristisch für die Taubblindheit. Der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen (SZB) vertritt daher die Meinung, dass diese Behinderung nicht als Summe von Blindheit und Taubheit verstanden werden kann, sondern als eine eigenständige Behinderungsform mit spezifischen Merkmalen angesehen werden muss.
Welches sind die häufigsten Ursachen einer Sehbehinderung?
Am häufigsten führt der natürliche Alterungsprozess zu einer Sehbehinderung. Bei der sogenannten altersbedingten Makuladegeneration nimmt die Sehkraft im Zentrum des Blickfeldes ab, wodurch das Lesen erschwert oder verunmöglicht wird. Es muss jedoch keine völlige Erblindung befürchtet werden.
Weitere Ursachen für Sehbehinderungen sind Unfälle oder Erkrankungen wie Diabetes, Grauer und Grüner Star, Netzhauterkrankungen und vorgeburtliche Schädigungen.
Mehr über die Ursachen einer Sehbehinderung
Wer kann Mitglied des SBV werden?
Mitglied des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes kann werden, wer blind ist oder so schlecht sieht, dass er oder sie in der Wahl oder Ausübung des Berufes oder in der Lebensführung erheblich beeinträchtigt ist. Mitglied kann ebenfalls werden, wer zwar noch Zeitung lesen kann, jedoch aufgrund von Gesichtsfeldeinschränkungen oder Kontrast-, Blendempfindlichkeit ebenfalls sehbehindert ist.
Weshalb gibt es so viele verschiedene Blindenorganisationen?
Die meisten Organisationen erbringen spezifische Dienstleistungen und die Leistungsangebote sind untereinander abgesprochen. So gibt es Beratungsstellen, Heime, Schulen, Eingliederungsstätten, Werkstätten, Ateliers, Freizeit- und Sportgruppen, Selbsthilfegruppen, Ferienzentren, spezielle Bibliotheken (für Hörbücher, Grosschriftbücher und Blindenschriften), Hilfsmittelverkaufsstellen, Führhundeschulen und vieles mehr. Es gibt Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für hörsehbehinderte und mehrfachbehinderte Personen sowie stationäre und ambulante Dienstleistungen.
Getragen werden all diese Werke von privaten Vereinen oder Stiftungen. Finanziert werden sie durch Beiträge der Sozialversicherungen und der öffentlichen Hand, durch Spenden und Legate sowie durch Beiträge der Leistungsempfängerinnen und -empfängern.
Mehr zu den Dienstleistungserbringern im Sehbehindertenwerden
Was ist der Unterschied zwischen Blindenverband, Blindenbund und Zentralverein für das Blindenwesen?
Der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband (SBV) und der Schweizerische Blindenbund (SBb) sind Selbsthilfeorganisationen, das heisst, sie sind Zusammenschlüsse von Betroffenen. Ihr Hauptziel ist die Förderung des Kontakts und des Erfahrungsaustauschs unter den Sehbehinderten und die Interessenvertretung. Daneben führen sie auch zahlreiche professionelle Dienste mit einem vielseitigen Leistungsangebot.
Der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen (SZB) ist die Dachorganisation. Er führt eine Fachbibliothek, bildet das Fachpersonal aus und besorgt den zentralen Einkauf der Blindenhilfsmittel. Daneben ist er auch für die Taubblindenbetreuung zuständig.
Mehr zum SBV
Mehr zum SBb
Mehr zum SZB
Wann und von wem wurde die Blindenschrift erfunden?
Der Erfinder der Blindenschrift ist Louis Braille. Er wurde 1809 in Coupvray (Isle de France) geboren und verstarb 1852 in Paris. Im Alter von drei Jahren erblindete er an den Folgen einer Stichverletzung, die er sich im Atelier seines Vaters zugezogen hatte. Das System der Blindenschrift entwickelte er im Alter von 15 Jahren an der Blindenschule in Paris.
Wo können sehende Personen die Blindenschrift lernen?
Sehende Personen können die Blindenschrift mit den Augen lesen. Das mühsame Trainieren des Tastsinns in den Fingerkuppen entfällt. Deshalb können sie sich das Blindenschriftsystem gut im Selbststudium aneignen.
Empfehlenswert ist folgender Lehrgang: Theiss-Klee, Heidi, Punktschrift für Anfänger, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. 1998, Marburg/Lahn, ISBN: 3-89642-003-8
Sind bei blinden Menschen die anderen Sinne besser entwickelt?
Blinde und stark sehbehinderte Menschen brauchen die andern Sinne, um sich zu orientieren und möglichst viele Informationen einzuholen. Sie lernen ihre anderen Sinne gezielt einzusetzen, was zu einer sehr differenzierten Wahrnehmungsfähigkeit führen kann. Die Sinne sind von Grund auf nicht besser ausgebildet, jedoch besser trainiert.
Was ist schlimmer: blind sein oder taub?
Es ist problematisch, diese beiden Sinnesbehinderungen gegeneinander auszuspielen. Bei beiden Behinderungen hängt es stark von der jeweiligen Person und ihrem Umfeld ab, wie weit die Einschränkungen überwunden werden können. Generell sagt man, dass die Sehbehinderung stärker im funktionalen Bereich und die Hörbehinderung stärker im sozialen Bereich einengt.
Wie finden Blinde mit dem weissen Stock den richtigen Weg?
Der weisse Stock ist ein einfaches und zweckmässiges Hilfsmittel. Er ist sozusagen der verlängerte Zeigefinger der blinden Person. Mit dem weissen Stock tastet die blinde Person den Weg mit systematischen Pendelbewegungen kontinuierlich ab und kann so Hindernisse, Unebenheiten, Stufen und Schwellen rechtzeitig erkennen. Durch das Aufschlagen am Boden vermittelt der weisse Stock Informationen über die Bodenbeschaffenheit und via Raumklang und Echo auch Informationen über die Topographie der näheren Umgebung.
Den Weg muss die blinde Person natürlich selber kennen. Dabei helfen zahlreiche Merkpunkte und Elemente, die nicht bloss den taktilen Bereich beinhalten, sondern auch Düfte und Geräusche.
Die Beratungsstellen des SBV bieten auch ein Mobilitätstraining an.
Schauen blinde Personen auch fern?
Natürlich! Das Fernsehen ist auch bei vielen blinden und stark sehbehinderten Personen ein beliebtes Informations- und Unterhaltungsmedium. Bei Informations- und Dokumentationssendungen führt der gesprochene Anteil weitgehend zu einem vollwertigen Verständnis. Etwas schwieriger ist es bei Spielfilmen, doch aus dem Kontext heraus ist die Handlung in vielen Fällen auch ohne Bild zu verstehen. Als spezielle Dienstleistung für sehbehinderte Zuschauerinnen und Zuschauern gibt es Hörfilme, die auf dem zweiten Stereokanal durch eine Bild- und Handlungsbeschreibung ergänzt werden (Audiodeskription).
Was haben blinde Menschen von Kino und Theater?
Die Antwort lautet ähnlich wie beim Fernsehen. Nur kommt beim Kino- und Theaterbesuch noch das Ausgehen hinzu. Die spezielle Atmosphäre in einem Kino- oder Theatersaal wird von blinden Menschen ebenso genossen wie von sehenden.
Warum gehen blinde Menschen auf Reisen? - Sie sehen doch nichts!
Auch wenn die unmittelbare Wahrnehmung der optischen Eindrücke nicht möglich ist, kann das Reisen für blinde Menschen sehr bereichernd sein. Die Begegnung mit andern Ländern und andern Kulturen basiert nicht bloss auf Bildern, sondern ebenso auf Klängen, Düften, Speisen und vor allem Gesprächen.
Wie stellen sich geburtsblinde Menschen die Farben vor?
Die Vorstellungen geburtsblinder Menschen von Farben sind natürlich nicht visueller Art. Viele blinde Menschen verbinden mit Farben bestimmte Vorstellungen von Gegenständen oder Gefühlsqualitäten. Auch geburtsblinde Menschen wissen natürlich, dass der Himmel blau, das Gras grün und der Schnee weiss ist. Einige verbinden mit Rot die Assoziation "warm", mit Braun den Duft von feuchter Erde oder mit Weiss die Tastqualität „flauschig weich“.
Wie träumen geburtsblinde Menschen?
Im Prinzip träumen blinde Menschen gleich wie sehende Menschen. Träume sind geträumte Lebenssequenzen mit teils realistischen, teils phantastischen Inhalten und den entsprechenden Gefühlsregungen. Die Wahrnehmungsqualitäten im Traum unterscheiden sich nicht wesentlich von denjenigen im realen Leben. Anders ist die Situation bei späterblindeten Menschen, die in ihren Träumen häufig noch sehen können.
Darf man gegenüber einer blinden Person von "sehen" reden?
„Sehen“ hat im alltäglichen Sprachgebrauch eine viel weitere Bedeutung als lediglich „mit den Augen wahrnehmen“. Mit „sehen“ ist auch „erkennen“, „verstehen“ und „begegnen“ gemeint. Darum sagen wir blinden Menschen auch: „Ich habe gestern Peter gesehen“ oder „Ich habe es gesehen“ oder „Auf Wiedersehen!“.
Es ist also auf keinen Fall erforderlich, krampfhaft nach einem Ersatz für das Wort „sehen“ zu suchen.
Anders verhält es sich mit dem Hinweis „dort“. Damit kann ein blinder Mensch in der Regel nichts anfangen.
Wie können blinde Menschen einen Computer bedienen?
Der Inhalt des Bildschirms wird entweder auf einer Blindenschriftzeile oder mittels Sprachausgabe zugänglich gemacht. Die Eingabe erfolgt über die Tastatur. Ein sogenanntes Bildschirmleseprogramm erlaubt es blinden Personen, sich auf dem Bildschirm zu orientieren und die verschiedenen Anwendungsprogramme zu steuern.
Um den Zugang zu den Internetseiten zu gewährleisten, müssen gewisse Regeln beim Webdesign beachtet werden.
Für Personen mit eingeschränktem Sehvermögen reicht eine starke Vergrösserung des Bildschirminhalts oft aus.
Mehr zu Informatik-Hilfsmitteln für blinde und sehbehinderte Menschen
Frage eines Postboten: Ist die Unterschrift einer blinden Person bei der Übergabe von Bargeld rechtsgültig?
Unterschriften von blinden und sehbehinderten Personen sind rechtsgültig, es gibt im Sinne der Gleichstellung keine Einschränkung. Wir empfehlen jedoch, dass sich die Leute genau erkundigen, was sie unterzeichnen und deutlich erwähnen, dass sie es nicht lesen können. Somit ist eine Vertrauensbasis offengelegt.
Mehr zu den Rechten von blinden und sehbehinderten Menschen
Wie weiss ein Blindenführhund, ob die Ampel auf Rot steht oder auf Grün?
Er weiss es nicht, und das ist auch nicht nötig, denn es ist die blinde Person, die dem Hund das Kommando gibt, wann er die Strasse überqueren soll. Deshalb fordert der SBV akustische Zusatzgeräte an Fussgängerampeln, damit die blinde Person feststellen kann, wann es Grün wird.
Wie viel kostet ein Blindenführhund?
Die Ausbildung und Betreuung eines Blindenführhundes kostet rund 40‘000 Franken. Die Blindenführhunde werden von der Invalidenversicherung bei den Führhundeschulen gemietet und den blinden Personen kostenlos für den Führeinsatz abgegeben.
Wie kommunizieren blinde Personen mit ihrem Führhund?
Der ausgebildete Führhund kennt rund 30 Kommandos. Um Verwechslungen zu vermeiden und wegen des klaren Wortklangs sind die Befehle aus der italienischen Sprache entnommen.
Weshalb haben nicht alle blinden Menschen einen Blindenführhund?
Nicht alle Menschen mögen Hunde. Gerade ein Blindenführhund erfordert ein hohes Mass an Zuwendung und Pflege, und die Ausbildung ist auch für die blinde Person sehr intensiv.
Wie verhalte ich mich gegenüber einem Blindenführhund?
Der Blindenführhund darf bei der Arbeit nicht abgelenkt werden. Vermeiden Sie deshalb alles, was seine Konzentration beeinträchtigen könnte. Bevor sie mit dem Hund Kontakt aufnehmen, fragen Sie die blinde Person um Erlaubnis.
Darf ein/-e Taxifahrer/-in den Transport eines Blindenführhundes ablehnen?
Taxis sind konzessionierte Verkehrsmittel und unterstehen einer Beförderungspflicht. Diese Pflicht gilt grundsätzlich auch gegenüber blinden Menschen und ihren Führhunden.
Für den Grenzübertritt in die Schweiz braucht es den Heimtierpass. Über die aktuellen Bestimmungen (z. B. welche Impfungen gemacht sein müssen) gibt das Bundesamt für Veterinärwesen Auskunft:
Telefon Einfuhr/Ausfuhr Haustiere, Fleisch (EDAV): +41 (0)31 323 85 24.